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ApoGsund Vortrag „Neubesiedelung des Darms nach Antibiotikatherapie und Darmspiegelung“

1. Vortragsreihe „ApoGsund“

Wir durften am 12. Oktober 2023, zu unserem 1. ApoGsund Vortrag in die Gemeindebücherei Fohnsdorf einladen. In Kooperation mit der steirischen Firma Allergosan® wurde das Thema „Neubesiedelung des Darms nach Antibiotikatherapie und Darmspiegelung“ den Zuhörern nähergebracht.

Zu Beginn wurden die Funktionen des Darms erklärt, somit konnte man erfahren, dass der Darm das Zentralorgan für die allgemeine Gesundheit darstellt. Da aber viele Erkrankungen im Darm entstehen können, hängt alles Wohl oder Übel von einer optimal zusammengesetzten Darmflora ab. Das heißt, fühlen sich die guten Darmbakterien wohl, fühlt sich auch der gesamte Körper wohl.

Wird nun ein Antibiotikum vom Arzt verordnet, das man über eine bestimmte Zeit einnehmen muss, wird die Darmflora dadurch verändert. Der Wirkmechanismus eines Antibiotikums ist folgender: bestimmte Bakterien machen uns krank, wird dagegen ein Antibiotikum eingesetzt, werden diese Bakterien unschädlich gemacht. Das Problem dabei ist, dass das Antibiotikum nicht zwischen den bösen, krankmachenden Bakterien und den guten Bakterien, die wir für unsere Verdauung brauchen, unterscheidet. Somit werden auch die guten Bakterien reduziert und die Folge können Durchfall, Übelkeit oder Magenbeschwerden sein. Deshalb ist es besonders wichtig, das Antibiotikum so einzunehmen, wie es der Arzt verordnet hat, und die Darmflora wieder aufzubauen. Dies funktioniert am besten mit einem Bakterienpräparat, entweder während der Antibiotikatherapie (aber mit Abstand!) oder im Nachhinein.

Der zweite Schwerpunkt des Abends war die Koloskopie, die Darmspiegelung. Ab dem Alter von ca. 50 Jahren wird eine Koloskopie zur Darmkrebsvorsorge empfohlen, ein entarteter Darmpolyp sehr oft die Ursache für Darmkrebs sein kann. Mittels einer Koloskopie werden diese Polypen früh erkannt und können entfernt werden. Vor der Untersuchung erfolgt eine Darmreinigung, wobei man nach einem bestimmten Zeitplan die dafür vorgesehenen Lösungen trinken muss. Diese Lösungen putzen unseren Darm gründlichst durch, damit die Ärzte die Koloskopie durchführen können. Einen Nachteil gibt es aber leider auch, weil dabei 90% aller nützlichen Darmbakterien mit ausgespült werden und die Darmschleimhaut reduziert wird. Unter anderem können in den ersten 7 Tagen Nebenwirkungen wie Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen oder Verstopfung auftreten. Darum ist es auch hier sehr wichtig, die Darmflora im Anschluss optimal wiederherzustellen.

Wir können nur immer wieder betonen, wie wichtig die Darmgesundheit ist!

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